Persönliche Erfahrungen
Seit ca. 20 Jahren beschäftige ich mit den Themen Ernährung und Allergien. Während meiner Ausbildung zur Krankenschwester war weder Kalorien zählen noch BE ausrechnen meine Leidenschaft. Aber schon damals machte ich erste Bekanntschaft mit Vollwertkost durch meine WG-Kollegin Waltraud, die damals Hauswirtschaftsleiterin im Felke-Naturheilbad war und eine begnadete Köchin ist.
Richtig interessant wurden beide Themen aber erst mit meiner ersten Schwangerschaft, bzw. meinem ersten Kind. Dank der guten Betreuung meiner Hebamme klappte das Stillen trotz anfänglicher Schwierigkeiten.
Dann kam die Beikost, und ... mit ihr die Probleme, die mich im Laufe der Jahre zur Allergie- und Ernährungsexpertin reifen ließen. Mit meinem heutigen Wissen hätte ich uns wahrscheinlich nächtelanges Herumtragen unseres Kindes ersparen können. Zusätzlich traten im 2. Lebensjahr die typischen Neurodermitisstellen auf. Die damalige, und leider auch heute oft noch gängige Therapie, bestand im Predigen, dass Cortison nur kurzzeitig angewendet werden dürfe, und in der Erfahrung, dass sowieso nichts anders bekannt ist, was helfen könnte, also: Cortison-Dauer-Behandlung.
Ich suchte nach nebenwirkungsfreien Therapieformen und schloss mich der Regionalgruppe der AAK e.V. (Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind) an. Deren Sprecherin war ich über 11 Jahre und auch heute noch unterstütze ich gerne die Gruppe, die daraus hervorging.
Interessanterweise machten damals alle Mütter dieser Gruppe die Erfahrung, dass Lebensmittel zu den Auslösern der Hautproblematik ihrer Kinder gehörten. Ganz im Gegensatz dazu die damalige Meinung der Ärzte, dass Nahrungsmittel keine Hauterscheinungen machen könnten. Inzwischen gibt es ausreichend Studien, die diese Zusammenhänge belegen.
Was damals wie heute fehlt: praktische Tipps für den Alltag in der Familie. Wie können Grundnahrungsmittel ersetzt, alle Nährstoffe zugeführt und gleichzeitig schmackhafte Speisen zubereitet werden? Aus Angst einer Mangelernährung wird keine gezielte Suchkost empfohlen und folglich auch keine individuelle Dauerkost entwickelt.
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